Hanf

Hanffasern sind die Fasern aus dem Bast der Hanfpflanzen. Die ältesten Nachweise für eine Verwendung der Hanffasern reichen bis in das Jahr 2800 v. Chr. zurück.
In ihrer Faserqualität unterscheiden sich männliche und weibliche Hanfpflanzen voneinander. Die weiblichen Pflanzen haben eine längere Vegetationszeit und bilden dickere und festere Faserzellen, während der Anteil der Primärfasern in den männlichen Pflanzen höher ist. Entsprechend sind die Fasern der männlichen Hanfpflanzen feiner und können zu feineren Stoffen verwebt werden; die der weiblichen Pflanzen sind dagegen deutlich fester und können eher für gröbere Gewebe und Seile verwendet werden.

Die Bruchfestigkeit der Hanffaser ist mit 23 Prozent ein wenig höher als die der vergleichbaren Flachsfaser.

Die Hanfernte zur Fasergewinnung erfolgt im Regelfall zur Blütezeit der männlichen Pflanzen. Die Hanffasern werden durch Brechen und Walzen der Stängel vom Rest der Pflanze getrennt. Dieser Prozess wird als Faseraufschluss bezeichnet.

Der traditionelle Faseraufschluss wird heute in China und Indien betrieben.